Kategorie: Theater

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Lebenszeichen

Hoch erfreut, ließ ich mich am vorletzten Wochenende durch gleich drei Sprechtheaterpremieren in Anspruch nehmen. In Wiesbaden stellte Uwe Eric Laufenberg von Donnerstag bis Samstag seine Beckett-Trilogie aus >Glückliche Tage<, >Warten auf Godot< und >Endspiel< vor.

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Passgenauer Dialogfetzen
Theater

Passgenauer Dialogfetzen

Vor wenigen Tagen saß ich bei einem Glas Wein in der Maisonne vor einer Bar am Rand eines der angenehmeren Plätze einer deutschen Großstadt. Am Nebentisch unterhielt sich ein Paar in fortgeschrittenem mittleren Alter, das offenbar weder verheiratet war, noch Haus oder Wohnung teilte.

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Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Theater

Brandreden aus der hessischen Landeshauptstadt

Vor kurzem las ich in >Volltext<, der in Wien erscheinenden Literaturzeitschrift, ein Interview mit Esther Kinsky (Ausgabe 01/20). Die Schriftstellerin und Übersetzerin wurde darin zu den Kriterien befragt, die jungen Leuten erlauben, eine mögliche Berufung zum Autorendasein zu verifizieren.

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Theater

Lippische Schweiz

Oft als Kleinstaaterei verachtet, beweist der Föderalismus in der gegenwärtigen Covid-19-Situation seine Leistungsfähigkeit. Ob Gleiches für so manches Miniaturgebilde aus monarchischer Zeit oder der Weimarer Republik gilt, ist eine Frage, die hier nicht geklärt werden kann.

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Henry Bowers (1883–1912) / Public domain
Theater

Verschollene Stücke (Sprechtheater Folge 1)

Nicht der Gewinner des Wettrennens zum Südpol, sondern dessen Verlierer avanciert in Reinhard Goerings Tragödie zur Titelfigur. Robert Falcon Scott kam erst 35 Tage, nachdem Roald Amundsen am 14.12.1911 dort angelangt war, ins Ziel. Scott starb auf dem Rückweg vom Pol am 29.03.1912. Sein Weg in den Tod rückt ins Zentrum des Stücks.

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Opéra Royal de Wallonie
Theater

Vorhang auf für die Zeit nach Kohle und Stahl

Das belgische Liège und das deutsche Gelsenkirchen waren von Kohle und Stahl geprägt. Die Opernhäuser beider Städte überdauerten die tiefe Strukturkrise nach Schließung der Zechen und Stilllegung der Hochöfen nicht nur.

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Mailand Scala
Theater

Machtgeschützte Urbanität

Vor kurzem war ich in der Mailänder Scala. Mit unnachahmlicher Lässigkeit, doch im Gesamteindruck dienstlich, standen fünf Carabinieri in lockerer Konversation davor. Als ich das Haus nach mehr als drei Stunden verließ, schien sich nichts am Bild geändert zu haben. Ich war versucht, an eine hyperrealistische Skulpturengruppe zu denken. Die Kontrollen vor dem Mailänder Dom sind ungleich schärfer. Der personalintensive Wachdienst scannt die Besucher. Die Sicherheitsleute tragen Pistolen.

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Theater

Euphorie als Krisensymptom

Neulich im Opernhaus. Wo, ist gleichgültig. Das Phänomen lässt sich inzwischen vielerorts beobachten. Kaum hat sich der Vorhang über die tödlich hingeraffte Solistin gesenkt, springt das Paar in der Vorderreihe auf die Füße, um im Stehen zu applaudieren.

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Theater

Jenseits der Meinungsmache

Reden wir über die Eröffnungsproduktion der Hannoverschen Musiktheaterspielzeit, Halévys >La Juive< in der Regie von Lydia Steier also, mit der sich Laura Berman als neue Staatsopernintendantin an der Leine einführt. Und reden wir darüber, in einer Zeit zu leben, die Juden in Deutschland neuerlich das Fürchten lehrt.

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Michael Kaminski

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