Grüße aus Belgien und dem Ruhrgebiet

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Die Opernhäuser in Liège und Gelsenkirchen empfehlen sich auch virtuell.

Die  >Opéra Royal de Wallonie< in Liège und das Gelsenkirchener >Musiktheater im Revier< sind  architektonische Zeugen einstiger Prosperität ebenso wie Zentren der Zukunftszugewandtheit beider Kommunen, zudem Jubilare. Die Liégoiser Oper feiert im kommenden November ihren 200. Geburtstag, das Gelsenkirchener >Musiktheater im Revier< beging 2019 den sechzigsten Jahrestag seiner Eröffnung.

Liège – Belcanto und Grand Opéra

Die Medienaffinität der >Opéra Royal de Wallonie< trägt reichlich Früchte. Durch die beständige TV-Präsenz des Hauses in Zusammenarbeit mit France TV (Culturebox) und Mezzo sind zahlreiche der hervorragend besetzten und im durch den Intendanten des Hauses der wallonischen Metropole Stefano Mazzonis de Pralafera geprägten Stil abrufbar.

Hier der Link: www.operaliege.be

Ich empfehle zwei Produktionen, die ich selbst besucht und für Print- und Onlinemedien besprochen habe. Donizettis >Anna Bolena<  und Verdis >Don Carlos<, beide in der Regie des Hausherrn Mazzonis di Pralafera.  Für >Anna Bolena< steht Daniel Oren am Pult, das glänzend disponierte Belcantoensemble wird von Olga Peretyatko in der Titelrolle angeführt. In >Don Carlos< auf Französisch in der Fassung der Pariser Uraufführung von 1866 erhebt Paolo Arrivabeni den Dirigentenstab. Es gibt in der vierstündigen Produktion jede Menge >unbekannten<, da in den Folgefassungen gestrichenen, Verdi zu hören. Das Ensemble besticht durch Prominenz wie Gregory Kunde in der Titelpartie und Ildebrando D’Arcangelo als Philippe II.;  Yolanda Auyanet  ist eine noble Elisabeth de Valois, Lionel Lhote der ritterlich-stilvolle Posa.

Die ereignisreiche Historie des Hauses in der wallonischen Metropole ist in bislang neun Folgen dokumentiert.

Der Link: www.operaliege.be

Doch punktet die Königlich Wallonische Oper nicht allein mit ihren Produktionen und ihrer  Geschichte, die Kostümabteilung hat bereits viele tausend Covid-19-Schutzmasken und Schutzkittel hergestellt.

Gelsenkirchen – Baukunst und faustdicker Humor

Das Gelsenkirchener >Musiktheater im Revier< ist eine Architekturikone der Nachkriegsmoderne. Architekt Werner Ruhnau gelang ein paradigmatischer Bau, der anlässlich des 60. Jahrestages seiner Einweihung im vergangenen Jahr auf der Homepage des >Musiktheaters im Revier< mit einer nach wie vor zugänglichen virtuellen Ausstellung gewürdigt wurde. Schon aus den Baustellenphotos spricht die ganz eigene Ästhetik Ruhnaus.  Seltsam berührt die Nostalgie und das letztliche Versinken des Akzidentiellen der Umgebung, etwa der auf den Fotos abgebildeten Fahrzeuge, im Gegensatz zur noch immer präsenten Modernität des Theaterbaus. Ausgezeichnete Szenenfotos erinnern an herausragende Produktionen, mit denen sich die Namen von Regisseuren wie Dietrich Hilsdorf, Herbert Wernicke, Christof Loy und Peter Konwitschny verbinden.

Der Link: musiktheater.pageflow.jo

In  der Videoreihe >MiR-alternativ< spielen Studienleiterin Annette Reifig und ihre drei Korrepetitorenkollegen Askan Geisler, Peter Goller und Martin Sotelo die >Meistersinger-Ouvertüre< in einer Klavierfassung zu acht Händen. Dem putzmunteren Quartett sitzt dabei der Schalk im Nacken.

Der Link: www.musiktheater-im-revier.de

Bitte >Samstags-Konzerte< klicken.  

Bei >MiR-alternativ ist auch zu erleben, wie Hausstar Anke Sieloff den Opernsängern  – so das Klischee – permanent innewohnenden Hang zum Drama augenzwinkernd bis in die alltäglichsten Verrichtungen hinein auskostet, im konkreten Fall am Bügelbrett. Bitte >Archiv< klicken und dann zu >Anke Sieloff. Bügelbrett-Etüden< scrollen. 

Gute Unterhaltung!  

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