Autor: Michael Kaminski

Café Sperl, Wien
Buch

Biblischer Caféhausliterat

Jüngst empfahl ich jemand für dessen gegenwärtige Lebenssituation das Buch Kohelet, eine kleine Schrift des für Christen Alten Testaments, entstanden wohl im dritten vorchristlichen Jahrhundert und ohne die Berührung mit der zeitgleichen hellenistischen Philosophie, sonderlich Epikurs, kaum denkbar.

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Belriguardo in Weimar. Schloss Belvedere
Reise

Fünfte und (vorläufig) letzte Anmerkung zu Goethe

Selten lässt sich ein Stück so bündig zusammenfassen wie Goethes >Tasso<: Erfolgreicher Dichter aus niederem Adel verliebt sich in Prinzessin und wird in seine ständischen Schranken verwiesen. – Goethe schreibt als Angehöriger des Hofes für ein höfisches Publikum, als Höfling. Für Heutige besitzt das Sujet allenfalls geschichtliche Bedeutung.

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Buchenwald_Goethe_Eiche_2007_closeup
Reise

Vierte Anmerkung zu Goethe

Im Januar 1802 korrespondiert der in Jena weilende Goethe mit Schiller in Weimar unter anderem über eine Bühnenfassung der >Iphigenie<, die dann am 15. Mai des Jahres im Weimarer Hoftheater zur Aufführung gelangt. Goethes Brief enthält die prominente, immer wieder zitierte, Einschätzung seines Dramas als „ganz verteufelt human“.

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Kraus Schroeter Goethe
Reise

Dritte Anmerkung zu Goethe

Goethes >Iphigenie< singt das Hohelied der Humanität. Nichts Geringeres wird im Stück verhandelt als die Abschaffung des Menschenopfers, ein für die Geschichte der Spezies entscheidender Schritt. Goethe datierte ihn ins griechische Altertum.

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Reise

Zweite Anmerkung zu Goethe

Oft nehmen Theaterbesucher und Leser die Walpurgisnacht auf dem Blocksberg im ersten Faust lediglich als skurriles Zwischenspiel wahr. Wird aber berücksichtigt, wie sehr dem Dichter an wiederholten Brockenbesteigungen lag, kommen angesichts der beflügelnden Kraft des dort imaginierten Treibens Zweifel auf.

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Brocken vom Torfhaus
Reise

Anmerkungen zu Goethe

Der Dichter wollte es wissen. Am 10. Dezember 1777 bestieg er – nach eigener Auskunft – binnen dreier vormittäglicher Stunden den verschneiten Brocken, damals ein kühnes, ja waghalsiges Unternehmen. Wege auf die mit 1141 Metern höchste Erhebung des Harzes waren nicht gebahnt, allenfalls Trampelpfade führten zum Gipfel.

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Friedrich Leopold v. Stolberg
Lyrik

Vom Stürmer und Dränger zum katholischen Idol

Der im Holsteinischen geborene Graf (1750-1819) war mir lediglich flüchtig bekannt: durch seine Klopstock eigenständig weiterführende Lyrik, die Schweizer-Reise mit Goethe im Jahr 1775, die spektakuläre Konversion zum Katholizismus am Pfingstsonntag 1800, den bloßen Titel der schon durch ihren Umfang von 15 Bänden mir Misstrauen einflößenden „Geschichte der Religion Jesu Christi“.

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Bürgerrechtler Jan Josef Liefers auf der Berliner Großdemonstration vom 4.11.1989
Kommentar

Maulkörbe

Ich habe das Schreiben über Covid-19 satt. Deshalb war für diese Stelle der Beitrag über einen Zeitgenossen Goethes vorgesehen. Immerhin kommt nun der Olympier selbst zu Wort, mit „Tasso“. Der in Liebe zur Ferrareser Prinzessin Leonore von Este entflammte Renaissancepoet – ein schwieriger Charakter – eröffnet dieser in schönster Hoffnung auf die Erwiderung seiner Neigung: „Erlaubt ist, was gefällt.“

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Das Saarländische Staatstheater
Theater

Freigang an der Saar

Ich beschreibe meine Eindrücke im Wissen, dass die Novellierung des Bundesinfektionsschutzgesetzes der saarländischen Öffnungsstrategie den Garaus machen wird. Daher neigt mein Gemüt aus doppeltem Grund zur Elegie.

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Michael Kaminski

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