Blog

Reise

Despotie in Braun und Rot

Die Spree über die Friedensbrücke querend, kamen Kindheitserinnerungen auf. Nicht, dass ich zuvor je die Hauptstadt der Oberlausitz und der Sorben besucht hatte, aber die Abbildung der vom Flussufer siebengeschossig aufragenden >Alten Wasserkunst< in einem Buch aus der elterlichen Regalen, hatte sich den Mittelalterphantasien des Kindes eingeprägt, um sich Belagerungswerke und Sturmleitern an dem Turm erproben zu lassen.

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Lyrik

Weder säen noch ernten

Die Pflugschar meiner Sprache reißt die fruchtbare Scholle auf.
Beim Acker warten die Krähen.
Harren der Aussaat, weilen ich den Geruch mir der
Frisch eröffneten Erde feucht in die Nase steigen lasse. Zwar weiß ich
Um die lauernden Diebe. Dennoch genieße ich ungetrübt und heiter.

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Lohnsklaven-Intensivhaltung
Kommentar

Chicago in Ostwestfalen

>Hier gilt’s der Kunst!<, gewiss doch. Nur kann sich dieser Blog, gerade indem er sich den Künsten widmet, nicht ignorieren und verdrängen, wenn Menschen Lohnsklavenlos trifft .

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Gastbeitrag

Von Amts wegen verwahrlost

Der Fall Mia
von Frederike Karg
Mia weint still. Sie sitzt so steif auf dem Rücksitz des schwarzen Variant wie das Stoffpferdchen, das sie vor die Brust presst. „Gleich sind wir bei ganz vielen Kindern!“, sagt die Frau vom Jugendamt aufmunternd, als sie sich hinter das Steuer schwingt. „Du wirst es mögen!“

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Theater

Lebenszeichen

Hoch erfreut, ließ ich mich am vorletzten Wochenende durch gleich drei Sprechtheaterpremieren in Anspruch nehmen. In Wiesbaden stellte Uwe Eric Laufenberg von Donnerstag bis Samstag seine Beckett-Trilogie aus >Glückliche Tage<, >Warten auf Godot< und >Endspiel< vor.

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Passgenauer Dialogfetzen
Theater

Passgenauer Dialogfetzen

Vor wenigen Tagen saß ich bei einem Glas Wein in der Maisonne vor einer Bar am Rand eines der angenehmeren Plätze einer deutschen Großstadt. Am Nebentisch unterhielt sich ein Paar in fortgeschrittenem mittleren Alter, das offenbar weder verheiratet war, noch Haus oder Wohnung teilte.

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Krapphof-Krimi
Eigene Stücke

Krapphof-Krimi

Zu Beginn des Jahrtausends wohnte ich auf einem Rittergut im Aachener Land. Der Garten mit jahrhundertealtem und mitunter exotischem Baumbestand war beinahe ein Park. Durch die Wände des Hauses bahnten sich Mäuse ihren Weg. Die eichene Stiege führte ein nächtlich knarzendes Eigenleben.

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Chinesischer Gelehrter, Tang-Dynastie (6.-9. Jh. n.Chr.), Shanghai-Museum
Lyrik

VI

Nach meiner Lektüre von Karl Jaspers‘ dreibändiger >Philosophie< trat mir inwendig ein Gelehrter in uraltertümlichem chinesischem Gewand vor Augen. Ich schrieb daraufhin einen Gedichtzyklus, dessen sechstes Lied ich Ihnen nun vorstelle.

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Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Theater

Brandreden aus der hessischen Landeshauptstadt

Vor kurzem las ich in >Volltext<, der in Wien erscheinenden Literaturzeitschrift, ein Interview mit Esther Kinsky (Ausgabe 01/20). Die Schriftstellerin und Übersetzerin wurde darin zu den Kriterien befragt, die jungen Leuten erlauben, eine mögliche Berufung zum Autorendasein zu verifizieren.

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Theater

Lippische Schweiz

Oft als Kleinstaaterei verachtet, beweist der Föderalismus in der gegenwärtigen Covid-19-Situation seine Leistungsfähigkeit. Ob Gleiches für so manches Miniaturgebilde aus monarchischer Zeit oder der Weimarer Republik gilt, ist eine Frage, die hier nicht geklärt werden kann.

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Bildnachweis Kopfleiste:
Musiktheater im Revier Credit: Anna-Lea Knubben
Opéra Royal de Wallonie Credit: Opéra Royal de Wallonie-Liège

Michael Kaminski

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Der Ausnahme-Tenor Mario Brell ist tot. Mein Nachruf erinnert an persönliche Begegnungen mit dem europaweiten Lohengrin.

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Lesen Sie im Heft für Mai/Juni meinen Beitrag "Hinter Mauern. Das musikdramatische Erbe der DDR."

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In der Maiausgabe bespreche ich Puccinis "Il trittico" an La Monnaie in Brüssel.

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