Blog

Das Sklavenmädchen Machbuba, romantisierendes Phantasiebildnis auf Schloss Branitz
Gastbeitrag

Machbuba – eine gestohlene Kindheit

Machbuba – eine gestohlene Kindheit
von Frederike Karg
Eine bekannte Eiskreation ist nach ihm benannt. Er gestaltete in Bad Muskau und Branitz Gartenreiche, die für Grünanlagen bis hin zum New Yorker Central Park Maßstäbe setzten. Die Grundschule in Bad Muskau trägt seinen Namen. Letzteres muss befremden. Es darf empören. Die Rede ist von Hermann Fürst Pückler, einem Kinderfreund der zweifelhaftesten Sorte. Einem Mann, der keine Bedenken trug, sich das zehnjährige Sklavenmädchen Machbuba als Sexspielzeug zu halten.

Weiterlesen »
Oper

Zwischenstand

Asche über mein Haupt! Ich muss Ihnen den dritten und letzten Teil meines >Versuchs über Rossini< noch eine Weile vorenthalten. Ich bedaure das zwar, wirklich traurig aber bin ich nicht. Denn zahlreiche Bühnen beginnen wieder zu spielen und ich lege für die Print- und Onlinemagazine, zu deren Autoren ich zähle, einige Betriebsamkeit an den Tag, um über den Spielzeitbeginn im Zeichen von Covid-19 zu berichten.

Weiterlesen »
Oper

Versuch über Rossini – Fortsetzung 2

Sei es durch Wagnersche Dominanz oder Schopenhauerlektüre, mit der Zeit wuchsen meine Bedenken gegenüber Rossini. Gut denkbar, beide standen auf mich einwirkend posthum in jenem Bund, den der Frankfurter Philosoph nie, der Bayreuther Meister dafür desto eher eingegangen wäre. Zunehmend stießen mir die zahlreichen Anleihen auf, die Rossini bei sich selbst genommen hatte.

Weiterlesen »
Friedrich Lieder, Rossini (1822)
Oper

Versuch über Rossini – Fortsetzung 1

Unser Gespräch brach ab, als Bekannte, die nur so viel von Rossini verstanden, um ihn als Lieferanten für Schenkelklopfen und Stimmakrobatik gelten zu lassen, sich zu uns gesellten. Auch hätte die Konversation weiterzuführen die Überdehnung einer für heitere Abende ersprießlichen Dauer bedeutet.

Weiterlesen »
Oper

Versuch über Rossini

Nach einer Aufführung des >Mosè in Egitto<, in dem Rossini des Auszug des Volkes Israel aus Ägypten dramatisiert, erläuterte ich der Freundin auf dem Weg in eine vom Opernhaus gerade noch bequem zu erreichende Bar, was Schopenhauer an Rossinis Musik schätzte.

Weiterlesen »
Pietro Longhi, Die Ohnmacht (National Gallery of Art, Washington D. C.)
Meinung

Gut durchlüftet

Ob es sich um die >zweite Welle< handelt oder nicht, lasse ich dahingestellt, doch nehmen die Covid-19-Fälle erneut bedenklich zu. Stumm sind inzwischen selbst die durch und durch verstimmten Posaunen religiöser Fundamentalisten, die vor Zeiten schiefe Töne von der vermeintlich göttlichen Schickung des Virus als Prüfung oder gar Strafgericht anschlugen.

Weiterlesen »
Bildnachweis Kopfleiste:
Musiktheater im Revier Credit: Anna-Lea Knubben
Opéra Royal de Wallonie Credit: Opéra Royal de Wallonie-Liège

Michael Kaminski

Newsletter abonnieren

Möchten Sie informiert werden, sobald neue Beiträge veröffentlicht werden?

Kategorien
Archiv